Ein besonderes Highlight in Stralsund ist das 1933 in Hamburg vom Stapel gelaufene Segelschulschiff der Reichsmarine „Gorch Fock“. Das Schiff diente dem in Stralsund stationierten I. Schiffsstammregiment zur Ausbildung des Offiziersnachwuchses. Am 30. April 1945 gesprengt und im Strelasund westlich von Rügen versenkt, wurde das Schiff 1947 gehoben und in Rostock und Wismar instand gesetzt. 1951 stellte die sowjetische Marine den Großsegler unter dem Namen Towarischtsch (Kamerad) in ihren Dienst und die Bark bekam den Heimathafen Kherson in der Ukraine. Nach der Auflösung der Sowjetunion 1992 verbleibt das Schiff in ihrem Heimathafen und wechselt unter ukrainische Flagge. Windjammer-Enthusiasten aus der ganzen Welt konnten jetzt an den Reisen teilnehmen, vermittelt und betreut durch den gemeinnützigen Verein Tall-Ship Friends e.V. In den folgenden Jahren scheiterten verschiedene Modernisierungsversuche in England bis die alte Gorch Fock 1999 nach Deutschland geholt wurde. Die Bark konnte im Jahre 2003 von dem Verein Tall-Ship Friends e.V. erworben werden, kehrte in ihren alten Heimathafen Stralsund zurück und wurde im November des gleichen Jahres wieder auf ihren ursprünglichen Namen getauft. Die Gorch Fock gehört historisch gesehen auch nirgend woanders hin als in den Stralsunder Stadthafen. Besuchern steht das Schiff täglich zur Besichtigung offen, regelmäßig finden maritime Veranstaltungen statt.